Mehrwertsteuersätze

Anpassung der Mehrwertsteuer ab 2018
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Zahlungsverkehr

Harmonisierung des Zahlungsverkehrs
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Änderung Importbele

MWST-Änderung ab 01.03.2018 in Bezug auf neue Importbelege
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Mehrwertsteuersätze 2018

Anpassung der Mehrwertsteuer ab 2018

 

Ab 2018 werden die Mehrwertsteuersätze für Effektive und Saldo/Pauschal angepasst. Zudem ist neu der weltweite Umsatz massgebend, ob eine MWST-pflicht nacht Art. 10 Abs. 1+2 MWSTG besteht. Und letztlich von der Steuer ausgenommene Leistungen können neu auch durch blosse Deklaration in der MWST-Abrechnung freiwillig versteuert (Option) werden. Ein Hinweis auf die MWST in der Rechnung ist nicht mehr zwingend nötig.

 

Die neuen Steuersätze der MWST können bei uns oder bei der ESTV in Bern nachgefragt werden.

Zahlungsverkehr

Harmonisierung des Zahlungsverkehrs

In der Schweiz existieren zwei unterschiedliche Zahlungsverkehrssysteme (das der Banken und das der PostFinance), zehn unterschiedliche Verfahren mit zehn unterschiedlichen Formaten und sieben unterschiedlichen Einzahlungsscheinen.

Immer mehr Geschäftsprozesse aber auch alltägliche Dinge des Lebens werden digital befähigt und gesteuert. Diese Entwicklung schliesst den Zahlungsverkehr mit  ein. Die Bedürfnisse für mobile, digitale Lösungen steigen – bei Konsumenten wie auch bei Unternehmen. Die  heutigen Einzahlungsscheine decken die gesetzlichen Anforderungen im Bereich Geldwäscherei an eine vollständige Informations-weitergabe ungenügend ab.

Mit der Vielzahl an unterschiedlichen Verfahren, Formaten und Einzahlungsscheinen sind die Digitalisierung sowie die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen nicht sinnvoll möglich. Daher braucht es eine tiefgreifende  Vereinfachung des Schweizer Zahlungsverkehrs. ISO 20022 ist der internationale Standard für den elektronischen Datenaustausch in der Finanzbranche. Er spielt weltweit und insbesondere in Europa und damit in der Schweiz eine immer wichtigere Rolle. Der Schweizer  Finanzplatz führt diesen nutzbringenden Standard ein und ergreift dabei die Gelegenheit, den Zahlungsverkehr zu vereinfachen.

 

Was wird sich ändern?

 

Das herkömmliche DTA­File wird durch ein XML basiertes Zahlungsfile nach ISO 20022 abgelöst. Die roten und orangen Einzahlungsscheine werden durch die QR­Rechung ersetzt. Als primäres Identifikationsmerkmal für eine Bankkonto-verbindung wird ausschliesslich die IBAN verwendet. Die E­Rechnung wird funktional ausgebaut und das Lastschriftverfahren mit der E­Rechnung kombiniert.

 

Was bedeutet das für den Benutzer?

 

Die sieben verschiedenen Einzahlungsscheine werden  abgelöst von einem digital lesbaren QR­Code, der alle  Daten für die Zahlung beinhaltet. Die neue Lösung heisst QR­Rechnung und vereinfacht für Unternehmen und  Konsumenten die Handhabung von Rechnungen und  Überweisungen. Unternehmen können die QR­Rechnung  selber drucken und der Rechnungsempfänger kann seine Zahlungen mit wenigen Klicks über ein Smartphone oder andere Lesegeräte auslösen. Alle für die Zahlung notwendigen Informationen sind auch ohne technische Hilfsmittel lesbar. Zahlungen am Postschalter oder auf dem Postweg sind nach wie vor möglich und die Daten können auch weiterhin im E­Banking manuell eingegeben werden.

Conclusio: Die Kommunikation zwischen den Kunden und den Finanzinstituten ist vereinheitlicht, einfacher, schneller und transparenter. Die Anzahl an fehlerhaften Zahlungen wird reduziert, was Aufwand und Kosten senkt.  Dadurch wird die Benutzerfreundlichkeit  erhöht und die Prozessautomatisierung gesteigert.

Änderung Importbelege

MWST-Änderung ab 01.03.2018 in Bezug auf neue Importbelege

 

Die bei einem Import entrichtete oder zu entrichtende Einfuhrsteuer können MWST-pflichtige Unternehmen grundsätzlich in ihrer MWST-Abrechnung als Vorsteuer geltend machen. Dabei dient die Veranlagungsverfügung der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) als Nachweis für den Vorsteuerabzug.

Die EZV stellt diese bisher in Papierform („VV“) oder elektronisch („eVV Import“) aus. Ab dem 1. März 2018 wird die EZV nur noch „eVV Import“ als Datei im XML-Format zur Verfügung stellen. Die Importeure erhalten spätestens ab diesem Datum kein Papier mehr. Stattdessen müssen sie die Dateien selber beim Zollserver abholen. Dazu stehen ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

 

a) automatisches Abholen und Archivieren mit einer eigenen e-dec-Software, die in der Regel ein ZAZ-Konto erfordert, oder

b) manuelles Abholen und Archivieren mit dem Web-GUI der EZV

https://e-dec-web.ezv.admin.ch/edecZugangscodeGui/

 

Die Gültigkeit der elektronischen Veranlagungsverfügungen kann im Internet überprüft werden (Link: https://www.e-service.admin.ch/validator/upload/edec). Die Verfügungen können (und dürfen) als PDF-Datei ausgedruckt werden. Als Nachweis für den Vorsteuerabzug müssen sie im Falle einer MWST Revision aber zwingend elektronisch vorliegen (Papierausdrucke reichen nicht).